Gründe für ein Tiny House

Tiny House
Tiny Houses in Iceland

Habt ihr euch schonmal Gedanken gemacht in einem Tiny House zu leben? Wie das wohl wäre? Oder habt ihr euch bereits entschieden oder lebt sogar in einem? Im folgendem versuche ich die Vorteile und Gründe für ein Tiny House zu schildern, vielleicht seid ihr am Ende ja inspiriert für ein Eigenes oder fühlt euch bestätigt in eurem vorhaben!

Doch für alle die hier irgendwie reingerutscht sind erkläre ich kurz was ein Tiny House ist. Wie das Wort schon sagt, es ist ein kleines Haus – Überraschung! Dabei kann es ein Baumhaus zum Wohnen, ein Camper für die Weltentdecker oder ein kleines schmales Haus am Wegrand sein. Die Varianten sind unterschiedlich, die Wohnfläche oft ähnlich. Meist haben die Bewohner nur 15qm Platz für alles, in Deutschland bezeichnet man sie daher auch als Mikrohaus, Minihaus oder Kleinhaus. Zu Vermarktungszwecken werden sie auch als Singlehäuser angepriesen. Hier muss man ein minimalistischen Grundgefallen haben, um auf der Fläche klar zu kommen. Also warum entscheidet man sich für ein Tiny House?

Der Sparfuchs

Es ist wohl klar das ein kleineres Haus auch kleinere Kosten erzeugt. Hier spart man nicht nur am Bau, sondern auch am Unterhalt später. Außerdem braucht ihr weniger Grundstücksfläche kaufen oder bei mobilen Modellen nicht mal das! Es ist eine super Lösung für diejenigen die ein eigenes Dach über den Kopf sich wünschen, aber nur ein kleines Budget haben. Auf diese Weise muss man nicht auf das Eigenheim verzichten und brauch sich nicht jahrelang Verschuldungen. Die Einrichtungen eines Minihauses sind zwar oft Sonderanfertigungen, aber insgesamt wird eine geringere Einrichtung benötigt. Es zählt, wer selbst Hand anlegt, kann hier ordentlich sparen und Skills fürs Leben lernen!

Der Kreative

Bei einem Tiny House muss man ganz schön oft kreativ werden um den Platz so effizient wie möglich zu nutzen und zu verschönern. Dies beginnt schon außen, es gibt so viele unterschiedliche Bauformen und kein Tiny House sieht aus wie das andere! Auch weil man hier schnell und flexibler im Anbau ist. Es ist viel Spiel in der Designfreiheit. Denn durch die gesparten Münzen kann man sich hier das ein oder andere besondere erlauben. Viele wählen dann eine breite Fensterfront, um den Raum nach außen für die Natur und Umgebung zu öffnen. Pluspunkte entstehen dadurch, dass das Haus so weniger beengend wirkt und Tageslicht ja allgemein unsere Stimmung aufhellt. Kreativ geht es weiter im Inneneben des Minihauses! Die Anforderung besteht darin möglichst viel Stauraum zu schaffen, ohne das Haus zu sehr voll zu packen. Ziel ist dabei so viel Wohnfläche wie möglich zu erhalten.

Der Weltenbummler

Wie bereits angesprochen gibt es auch häufig die Minihäuser auf Rädern. In Deutschland sind hier die Grenzen durch die deutsche Straßenverkehrsordnung für Anhänger gesetzt. Wer sich also nicht mit Sondergenehmigungen im deutschen Bürokratiedschungel auseinandersetzen möchte, bleibt bei den vorgegebenen Maßen. Das heißt es geht nicht über 4 Meter hoch sowie nur 2,55 Meter in die Breite. Die Länge darf maximal 7 Meter betragen, aber mit längeren Fahrzeugen lässt es sich durch deutsche Straßen auch nicht mehr bequem fahren. Das heißt bei uns werdet ihr selten größere auf Trailer gebaute Tiny Häusern begegnen als 15qm.Wohnfläche. Zu guter Letzt hat man dann aber die Mobilität des Eigenheims! Du kannst dort wohnen wo du parkst, die Welt steht dir offen!

Der Minimalist

Wenig Stauraum, wenig Wohnfläche – wohin nur mit meinen Sachen? Gerade beim Minihaus muss man sich auf das Wesentliche reduzieren. Ganz in Manier des Minimalismus, denn es kann schlicht weg und ergreifend nicht einfach geshoppt werden worauf man Lust hat. Neue Sachen müssen die Frage überstehen ob wir sie wirklich brauchen in unserem Mirkohaus oder nicht. Denn bei Neuanschaffungen muss oft etwas Altes ausgemistet werden, damit das neue Platz hat. Es muss also am besten gleich mehrere Zwecke erfüllen. Seinen Konsum minimieren schenkt Freiheiten und lässt uns persönlich unabhängiger sein.

Der Umweltbewusste

Aber das minimalistische Wohnkonzept hat auch noch einen Vorteil für die Umwelt. Minimalistisch leben, heißt auch bewusster leben. Achte darauf was du kaufst, lass es am Besten regional und unverpackt vom Biobauern sein. Ein Tiny House ist also auch eine Variante zur Verringerung deines persönlichen ökologischen Fußabdrucks. Denn die Stellfläche, die zugebaut wird ist deutlicher geringer, als bei normalen Häusern. Ebenso muss nur ein Raum beheizt und mit beleuchtet werden, dass spart Energie und Ressourcen. Durch den geringen Verbrauch stellen manche Tiny Home Besitzer sich ganz auf Selbstversorgung um. Es gibt alternative Möglichkeiten für Heizung, Wärmedämmung und Wasseraufbereitung!

Das Kind

Erwecke das Kind in dir wieder und bring dein Tiny Home hoch hinaus. Wohnen wie im Kindertraum mit deinem eigenen Baumhaus. Wo noch Väter für ihre Kinder versuchten zu tischlern, da sind wir längst bei der professionellen Architektur angelangt. Es gibt nicht nur Privatbaumhäuser, sondern auch Baumhaushotels! Doch in den Wipfeln zu wohnen ist keine Neuzeitidee. Bereits seit Jahrtausenden nutzen Naturvölker wie die Kombai aus Neuguinea solche hochlegenden Wohnflächen, um sich vor Raubtieren zu schützen.

“Zurück zu den Wurzeln” bekommt so eine ganz neue Bedeutung.

Zurück zu uralten Traditionen, zurück in unsere Kindheit und einmal wie eine Waldelfe oder Biene leben.

Videoquelle: www.youtube.com

Bildquelle: https://elements.envato.com/