Heizen im Winter | Wohnen im Tiny House

Der Winter naht und wer mag es nicht an einem verschneiten, kalten Wintertag mit einem Chai Latte in der mollig warmen Wohnung zu sitzen? Doch wie funktioniert das eigentlich bei Tiny Houses?

Was ihr über das Heizen im Tiny House wissen müssten und welche Optionen ihr habt stellen wir euch hier vor.

Holzofen

Ein Holzofen ist oft die erste Wahl, wenn es ums Heizen im Tiny House geht. Günstiges Brennmaterial und ressourcenschonender Einsatz sprechen für einen Holzofen. Zudem kann er gleich für mehrere Dinge gleichzeitig genutzt werden. Kochen, Heizen und vieles mehr. Und davon mal abgesehen ist ein offenes Feuer natürlich immer etwas Besonderes. Allerdings sind Holzöfen mit einem Preis ab 500€ aufwärts nicht wirklich ein Schnäppchen. Einen Ofen zu finden, der auch klein genug ist, um in das Tiny House zu passen stellt eine nächste Herausforderung dar. Auf Grund des offenen Feuers benötigt der Ofen auch genügend Platz, den ihr bei eurer Planung berücksichtigen solltet. Wer es aber natürlich, einfach und gemütlich mag ist mit einem Holzofen bestens bedient und kann sich im Winter molliger Wärme erfreuen.

Hier sind zwei Anbieter in Deutschland bei denen ihr einen ganz guten Überblick bekommt. Vor allem solltet ihr auch auf das Gewicht achten, um die vorgeschriebenen 3500 kg für euer Haus nicht zu überschreiten.

Infrarotheizung

Wer sich für ein Leben im Tiny House entscheidet möchte vor allem mit weniger auskommen aber trotzdem nicht unbedingt auf Komfort verzichten müssen. Die Infrarotheizung lässt sich mit diesem Lebensstil vereinen. Die Infratorheizukörper können dank ihres schlanken Designs äußerst platzsparend verbaut werden. Dabei ist eine Installation an der Wand genauso möglich wie an der Decke. Sie gliedern sich also perfekt in euer Tiny House ein. Im Gegensatz zu normalen Heizungen wärmen Infrarotheizungen nicht die Lust im Raum, sondern wären durch ihre sonnenähnliche Strahlung die Personen im Raum. Kosten-  und energieintensives Vorheizen bleibt euch also erspart. Ab ca. 150€ gibt es die Infrarotheizungen in verschiedenen Größen.

Auf einigen guten Websites findet ihr Details zur Funktionsweise von Infrarotheizungen. Ein guter Anbieter, der auf Tiny Houses spezialisiert ist, ist Tiny House Diekmann. Hier findet ihr eine 600 W Infrarotheizung.

Gasheizung

Gasheizungen haben den Vorteil, dass sie sich relativ einfach bedienen lassen und sehr zuverlässig arbeiten. Viele Modelle kommen standardmäßig mit einem Thermostat, das die Temperatur selbst regelt. Wenn man im Winter dann mal nicht zu Hause ist kann man sicher sein, dass eine ausreichende Temperatur gewährleistet wird, sodass die Leitungen nicht einfrieren. Natürlich müsst ihr hin und wieder Gas nachfüllen. Das kann schon mal etwas Aufwand bedeuten. Wenn ihr euch für eine Gasheizung entscheidet, achtet darauf, dass sie eine Belüftung enthält, die die Dämpfe direkt nach draussen leitet. Manch einen mag der Gedanke mit Gas in einem Holzhaus zu heizen beunruhigen. Allerdings braucht ihr euch da kein Sorgen zu machen. Die Gasheizungen sind heutzutage nach hohen Sicherheitsstandards gebaut, dass eigentlich nichts schief gehen kann.

Hier bietet sich die Alde Compact 3020 HE an. Die Gas-Wasserheizung wurde ursprünglich für den Einsatz in Wohnmobilen gebaut, lässt sich aber genau so gut in Tiny Houses verbauen.

Welche ist die Beste?

Für welche Option ihr euch schlussendlich entscheidet hängt von mehreren Dingen ab. Zum einem hängt es davon ab wie groß euer Tiny House ist, also die Grundfläche und Höhe. Je größer die Grundfläche und je höher die Höhe desto mehr Raum müsst ihr im Winter beheizen. Dementsprechend solltet ihr eine Heizmethode wählen, die dies auch zuverlässig leisten kann. Auch zu beachten ist, dass ihr schon beim Bau eine vernünftige Dämmung einbaut, die die Wärme im Haus bleiben lässt. Dazu gehören auch gut gedichtete Fenster. Und dann natürlich die Frage nach dem Aufwand. Ein Holzofen mag ja eine ganze Menge nostalgischen Flair versprühen allerdings sollte man sich bewusst sein, dass ein Holzofen am Morgen erstmal angemacht werden muss während eine elektrische Heizung direkt auf Knopfdruck Wärme produziert.

Manche Experten raten sogar dazu, 2 separate Heizsysteme zu verbauen, damit im Fall eines Defekts das andere System übernehmen kann. So geht ihr auf Nummer sicher, dass euch im Winter die Leitungen nicht einfrieren.

Bevor ihr euch entscheidet solltet ihr berechnen, welche Leistung ihr für euren Wohnraum benötigt. Das könnt ihr ganz einfach mit einem Rechner machen. Gebt hier einfach eure Maße ein und findet heraus, welches System sich für eure Anforderungen anbietet.

 

Bildquellen: unsplash.com, pexels.com

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