Wie lege ich meinen Kompost richtig an? Kompostieren für Anfänger

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Du versuchst Zero Waste zu leben, greifst fleißig zu Obst und Gemüse und denkst, dass du damit deinen Müll auf null fährst? Falsch! Denn Zero Waste hört nicht bei Plastik auf! Schon mal über Kompost nachgedacht?

Denn was vielen beim Wegwerfen von Gemüseabfällen oder Schalen nicht bewusst ist, ist dass organisches Material nicht rottet, sobald es in der Mülltonne landet. Damit die Abfälle anfangen können zu verrotten, wird Sauerstoff benötigt. Das Problem großer Müllhalden jedoch ist, dass die Abfälle eng an eng aneinender gequetscht werden.So wird der ganze Sauerstoff aus den Müllbeuteln gedrückt. Das macht es selbst natürlichen Stoffen wie Orangenschalen, einem Apfelstrung oder Papier fast unmöglich zu verrotten.

Die Lösung des Problems? Ein eigener Komposthaufen!

Wie lege ich meinen Kompost richtig an?

Ein Kompost-Guide

Doch zunächst: Was ist ein Komposthaufen? Kompostieren bedeutet dass organisches Gewebe sich ausgesetzt an Luft und Wasser abbaut und zu Humus, ähnlich einer besonders nährstoffreichen Erde, wird. Da Humus voller Nährstoffe ist, eignet es sich besonders als Dünger zum Anpflanzen von Saaten. Kompostieren sorgt für neue, nährstoffreiche Erde. Außerdem hilft es die Menge an gelagerten Abfällen auf der Erde zu reduzieren. Und sorgt ganz nebenbei auch noch für einen Abbau vom Treibhausgas Methanin.

Doch nun zum wichtigen Teil: Wie fängt man Kompostieren an?

Es gibt zwei Arten von Kompost: den Gartenkompost und Kompostierungsanlagen.
Wahrscheinlich hast du vor, selbst deinen eigenen Gartenkompost anzulegen.
Fehlt dir jedoch der Platz oder hast du im Laufe des Artikels doch Bedenken, was die Umsetzbarkeit angeht, so findet ihr hier eine Liste mit Kompostieranlagen in eurer Nähe.

Einen Artikel über alternative Kompostmethoden findet ihr außerdem hier.

Was brauchst du für deinen Komposthaufen?

Genug Platz ist wohl das Stichwort! Das kann ein Platz auf dem Balkon zum Aufstellen eines Komposters sein oder einfach ein Platz Land, auf dem ihr einen Komposthaufen anlegen könnt. Ihr seht also, schon ein kleiner Platz im Freien reicht, um einen Komposter aufzustellen! Beim Anlegen des Komposthaufens ist es wichtig, auf das richtige Verhältnis zwischen grünen Abfällen (Gemüseschalen, Salatblätter, Obstabfällen, gemähtes Gras..) und braunen Abfällen (altes Laub, Zweigen, Späne,..) zu achten. Hält man beide in Balance, kann nichts schief gehen!

Am besten legt man den Komposthaufen an einem schattigen, trockenen Platz nahe eines Baumes an. Im Schatten des Baumes trocknen die Abfälle nicht so leicht aus, wie in der prallen Sonne. Von Zeit zu Zeit sollte man den Kompost jedoch trotzdem befeuchten und mit einer Mistgabel oder Schaufel regelmäßig wenden. So versorgt man auch untere Schichten mit genügend Sauerstoff und reizt den Zerfallprozess an. Die meisten Komposthaufen-Modelle haben zusätzlich breite Luftschlitze an den Seiten integriert, die die Sauerstoffversorgung der unteren Kompostschichten sichern.

Auf einer Pflasterfläche sollte der Komposthaufen übrigens nicht gebaut werden, auch wenn das scheinbar die sauberste Lösung ist. Bodenkontakt kommt dem Komposthaufen zugute, da überschüssige Feuchtigkeit versickern kann und auch Regenwürmer oder andere “Kompostierungshelfer” eindringen können.

Was darf alles auf den Kompost?

Zwar sind alle pflanzlichen und tierischen Abfälle kompostierbar, jedoch wird es nicht empfohlen Fisch- und Fleischabfälle zuhause auf den Kompost zu geben. Andere Abfälle hingegen wie alte Bambuszahnbürsten, Haare oder benutzte Streichhölzer können problemlos zuhause kompostiert werden! Generell gilt: je vielfältiger die Mischung, desto harmonischer verläuft das Verrotten.

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Zu guter Letzt: Für was kann ich meine Komposterde nutzen?

Da der Humus voller Nährstoffe steckt, ist er super als Dünger zum Anpflanzen von Jungplanzen, aber auch zum Umtopfen von Blumen geeignet. Sogar als “Gold der Gärtner” ist er teilweise bekannt. Als Gärtner muss man nicht viel nachhelfen, damit aus den Küchenresten Dünger wird, jedoch ist ein wenig Kompost-Pflege nötig, damit aus dem Komposthaufen nicht ein reiner Abfallhaufen entsteht.

So erkennt man reifen Kompost

Je nach Jahreszeit und Abfällen kann es zwei Monate bis zu zwei Jahren dauern, bis Abfälle völlig verrotten. Reifer Kompost sollte nach Walderde riechen. Außer Eierschalen, Knochen- oder Holzresten sollten keine groben Bestandteile mehr zu erkennen sein. Durch mehrmaliges Umsetzen des Kompostes (Mehr über die 3 Lager-Methode kannst du hier lesen) und häufigem Durchmischen der Abfälle, lässt sich der Rottverlauf beschleunigen.  Für die Verwendung in Blumenkästen oder Blumentöpfen sollte der Kompost jedoch zur Hälfte mit Pflanzenerde aufgefüllt werden. Wollt ihr den Kompost zum Aussäen von Gemüsesaaten verwenden, sollte der Humus zusätzlich gesiebt werden, bevor man ihn als Basis zum Bepflanzen verwendet.

Die beste Zeit zu “Ernten”? Reifer Kompost lässt sich das ganze Jahr über ernten, ansonsten eignet sich der Frühling besonders gut zum Abnehmen des Düngers.

 

Habt ihr von dem Zero Waste Lebensstil und Ideen, wie ihr Lebensmittel nachhaltig verwenden könnt noch nicht genug bekommen? Auf unserem Instagram-Kanal versorgen wir euch regelmäßig mit News und inspirierenden Beiträgen zum Thema Minimalismus und nachhaltiges Leben. Weitere Beiträge zum Thema Zero Waste findet ihr auch in unserer Rubrik.

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