Minimalismus | Einfach Leben


Was ist das denn nun genau?

Minimalismus wird in erster Linie mit wenig Besitztum gleichgesetzt. Das ist auch richtig, nur steckt dahinter noch viel mehr! Doch wie geht es das Minimalisten mit nur wenigen hundert Dingen sagen, dass sie nicht verzichten? Ein minimalistischer Lebensstil ist eine gute Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft, doch ein homogenes Raster gibt es hierbei nicht.

Vom „Total-Aussteiger“ bis zum lediglich konsumkritischen Verbraucher gibt es unterschiedliche Formen der Ausprägungen. Allerdings eines haben sie gleich! Selbst als Anfänger begrüßen einen schnell viele Vorteile und sie alle haben dasselbe Ziel. Minimalismus bedeutet bewusster leben und ein Stück weit von den Alltagszwängen zu entfliehen, durch Konsumverzicht. Echte Erfüllung findet man nicht in materiellen Dingen, ansonsten wäre wir ja alle glücklich. Wusstet du das der Durchschnittsdeutsche ganze 10.000 Sachen besitzt?

Minimalismus - einfach leben
Minimalismus – nachhaltig leben! Sich bewusster für weniger entscheiden. Konsumgeilheit ciao und einfach Leben hallo!

Weg vom Materialismus!

Ein Anfängerguide zum einfachen Leben findet ihr hier, doch die ersten Schritte zeig ich euch schon mal sofort!

Step 1: Ausmisten!

Am besten überall und so viel es geht. Aber Vorsicht! Ausmisten heißt nicht wegschmeißen! Kleider die du schon lange nicht mehr trägst, ebenso Schuhe kannst du in die Altkleidersammlung bringen. Gegenstände die du nicht brauchst kannst du verschenken oder sogar noch verkaufen. Beliebte Chaosecken sind auch die Bäder. Sie mal selber nach wie viele Sachen sich in deinem Badschrank doppeln! Beispiel gefällig? Haarprodukte über Haarprodukte – Shampoo, Spülung, Trockenshampoo, Haarkur, Spitzenfluid, Haarspray, Haarschaum, Haar-Repairspray, Haargel und noch so vieles mehr. Man kann seine Haare auch überpflegen! Oder besonders beliebt in den Schränken von Frauen sind Schminkutensilien ohne Ende.

Step 2: Aufräumen!

Nachdem nun weniger rum liegt gilt es die Sachen nun so zu sortieren, dass möglichst alle gleichen Sachen an einem Ort anzufinden sind. Das hilft sehr um eine Übersicht zu behalten! Und zeigt dir auch bei weiteren Ausmistrunden, ob du Dinge nicht doch noch los werden kannst. Ebenso fallen dir so schneller Doppelkäufe auf.

Step 3: Ordnung beibehalten!

Das Chaos ist bewältigt, doch wie jeder weiß:  Ding langfristig bei zu behalten ist manchmal genauso schwer wie sich im ersten Schritt zum handeln zu überzeugen. Doch keine Sorge, hier hilft eine simple Regel: Fragt dich vor jedem Kauf ob du das wirklich brauchst. Wenn die Antwort nein heißt, dann überwinde dich und pack es zurück.

Nachhaltiger Minimalismus

Mit Nachhaltigkeit wird hier vor allem das ökologische und ökonomische Handeln gemeint. Das bedeutet, es dürfen nicht mehr Ressourcen abgebaut werden, wie sie sich in derselben Zeit generieren können. Außerdem sollen nicht mehr Emissionen produziert werden, als die Assimilationskapazität hergibt.  Der Erhalt und Schutz der Natur stehen im Vordergrund! Am schlimmsten ist unser Verbrauch nicht regenerierbarer Ressourcen. Hier muss mit Bestandserhöhungen regenerierbaren Ressourcen entgegengewirkt werden.  Insgesamt sollen also die natürlichen Rohstoffe geschützt werden und gleichzeitig weist es die Kapazitätsgrenzen der Natur mit dem Menschen auf.

Doch kommen wir zu der Frage, ist Minimalismus nachhaltig? Ja!

Ein Minimalistischer Lebensstil ist in erster Linie nachhaltig! Warum? Es wird einfach weniger konsumiert – materielle Dinge, die nicht konsumiert werden, müssen nicht produziert werden. Folglich brauchen wir so auch keine natürlichen Rohstoffe auf und die Entsorgung fällt natürlich auch weg. Wo nichts ist, da kann auch nichts weggeschmissen werden und unser Planet wird ein Stück weniger zu gemüllt. Aber es gibt noch mehr Punkte! Denkt beispielsweise an die Energie, die während der Herstellung benötigt wird und nun entfällt. Ebenso bleibt der Co²-Ausstoß aus, der beim Transport der Produktionsmaterialien und des Endproduktes sonst zustande kommen würde. Beim einkaufen öfter mal nein sagen ist also nachhaltig und umweltschonend!

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten nachhaltig im Minimalismus zu sein! Vielleicht interessiert dich das Thema Nachhaltigkeit in der Küche oder im Bad? Bei uns findest du Tipps und Tricks auch dort nachhaltiger zu werden.

Zero Waste als Teil des Minimalismus

Zero Waste ist dann der nächste Step zur Nachhaltigkeit im Minimalismus. Versuche Plastik weitestgehend aus deinem Leben zu verbannen. Der Plastikkontinent im Ozean muss nicht noch weiter gefüttert werden. Wusstest du das eine PET-Flasche 450 Jahre braucht um zu zerfallen? 5 Einfache Tipps für jeden Haushalt, ob Minimalist oder nicht!

  1. Geh mit einem Stoffbeutel shoppen, keine Plastiktüten mehr kaufen!
  2. Nutze wiederverwendbare Strohalme aus Holz oder Stahl, keine Einwegstrohalme mehr!
  3. Trink Leitungswasser, statt Wasserflaschen zu kaufen. Nutze Glas- oder Metallflaschen, um das Wasser mit zu nehmen. Für Kaffee to go gerne eigenen Thermosbecher mitbringen, statt in Wegwerfbechern abfüllen zu lassen.
  4. Versuch Verpackungsfreier einzukaufen!
  5. Sag lieber zum hier essen, statt zum Mitnehmen. Außer du hast deine wiederverwendbare Lunchbox aus Stahl oder Holz dabei, um es einpacken zu lassen.

Wenn du mehr über Zero Waste und seine Vielseitigkeit herausfinden willst, besuch einfach unsere Beiträge zu dem Thema. Vielleicht interessiert dich auch wie du einen Kompost anlegen kannst oder die ersten Steps zum unverpackt kaufen?

Tiny Houses

Leben auf ca. 15qm. Kannst du dir das vorstellen?  Es ist erstaunlich mit wie wenig Platz man auskommen kann! Ein Tiny House ist eine gute Möglichkeit zu sparen und trotzdem ein eigenes Dach überm Kopf zu haben. Ebenso sind nicht wenige auf Rädern, so dass selbst Wohnortswechsel möglich sind. Du kannst also mit deinem Haus umziehen!

Dabei steckt oft der Gedanke eines minimalistischen Lebens dahinter. Die Besitzer wollen sich nicht von ihren materiellen Gütern fest binden lassen, reduzieren also die Wohnfläche drastisch, bleiben dabei oft mobil, sparen Geld und beschränken ihre materiellen Sachen auf das Wesentliche. Zugegeben mehr als das Wesentliche passt ja auch nicht rein. Dennoch ist in jedem Tiny House meist ein Wohnbereich mit Kochnische, ein Schlafloft sowie eine Sanitärausstattung mit Dusche und WC.

Trotz allem ist auch hier nicht die Rede von Verzicht, ganz im Gegenteil! Die persönliche Unabhängigkeit, die man so gewinnt ist unbezahlbar. Zusätzlich tragen auch sie ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bei. Denn es wird weniger oder gar keine Naturfläche zu gebaut für Tiny Häuser!

Wenn ihr nun neugierig seid und mehr über Tiny Houses wissen wollt, schaut doch mal auf unserer Tiny House Seite nach. Hier werdet ihr aufgeklärt über den Bau und Kauf eines solchen Hauses. Ebenso könnt ihr euch hier Wohninspirationen holen und es gibt noch viele weitere Vorteile eines Tiny Home zu erkunden! Entdecke Tiny House und ihre vielschichtigen Einsatzmöglichkeiten für dich!

 List of Favoritebenefits

1. GELD SPAREN

Sparen tust du an vielen Ecken dabei. Der Hauptgrund ist dabei natürlich, dass du weniger einkaufst, folglich weniger Geld ausgibst. Ebenfalls sparst du bei kleineren Mieten, da du nun weniger Platz brauchst.

2. PLATZ SPAREN

Da kommen wir direkt zum nächsten! Der unnötige Krimskrams ist raus und plötzlich ist die Wohnung zu groß. Kleinere Wohnungen haben nicht nur günstigere Mieten, sondern auch billigere Heizkosten.

3. WENIGER PUTZEN

Für alle Putzmuffel – weniger Zeug und Raum bedeutet gleich weniger putzen.

4. MEHR ZEIT

Unter anderem durch weniger Putzen hat ein Minimalist mehr Zeit. Andere Ursachen sind dann weniger im Stau stehen, zeitfressende Parkplatzsuche, seltener in Einkaufsschlangen stehen, weniger Arbeitsstunden wegen geringen Unterhaltskosten und so weiter. Doch wofür?

5. ZEIT FÜR DICH

Endlich kannst du das Buch lesen, dass du schon so lange auf deinem Nachtisch liegen hast oder einen Brief schreiben. Auch Zeit schluckende Hobbys können nun Einzug halten, wie Garten anlegen. Tu was dich glücklich macht und entspannt!

6. ZEIT FÜR LIEBLINGSMENSCHEN

Familie und Freunde freuen sich, du hast endlich mehr Zeit für sie. Statt materielle Sachen sammeln heißt es nun Erinnerungen sammeln! Mit dem gesparten Geld kannst du mit Ihnen nun die Reisen antreten von denen du schon immer geträumt hast.

7. WENIGER MÜLL ENTSORGEN

Weniger haben bedeutet auch, dass nun weniger kaputt geht. So musst du weniger reparieren oder entsorgen. Falls was entsorgt werden muss, achte dabei auf Mülltrennung und ob etwas Sondermüll ist!

8. NACHHALTIGER LEBEN

Recyclen, reparieren oder Zero Waste kaufen, nachhaltig sein kann man schon mit kleinen Dingen. Man muss nur anfangen, kauf dir zum Beispiel wiederverwendbare Strohalme, statt die Einweghalme zu nutzen! Am Ende schont man die Umwelt und sein Gewissen.

9. BEWUSSTER LEBEN

In deinem Leben sind nun die Dinge auf das wesentliche reduziert, ob im Besitztum oder anderen Beziehungen. Somit hast du bewusst zu allem ja gesagt, als du es behalten oder besorgt hast. Du bist dir bewusster über dessen Existenz, als vorher wo du dir ohne viele Gedanken Sachen zugelegt hast und sie unter dem ganzen Rest unter gegangen waren.

10. GESÜNDER LEBEN

Zu Fuß gehen, statt Auto oder allgemein mehr Zeit draußen verbringen. Zum Beispiel im Garten, beim Joggen oder beim Wandern – dein Körper dankt es dir! Aber auch beim Kochen tun wir uns was Gutes. Bewusster leben heißt auch frische Zutaten aus der Region unverpackt zu kaufen und zu zubereiten. Ciao Fertigprodukte aus der Mikrowelle!

11. WENIGER ARBEITEN

Minimalisten haben oft durch geringe Unterhaltskosten, so können sie sich erlauben weniger zu arbeiten. Ob nun Teilzeit oder einfach mal unbezahlten Urlaub nehmen. Aber auch die Freiheit den Job statt nach dem Gehalt aus zu suchen, eher nach dem Aufgabenfeld, Stresslevel oder kollegial sein der Mitmenschen zu erwählen.

12. NERVEN SPAREN

Schließlich sparst du dir einen Haufen Nerven. Weniger Stress durch Arbeit oder Stau. Sachen gehen seltener kaputt, vor allem, weil sie immer dann nicht mehr funktionieren, wenn man sie braucht. Man entscheidet sich bewusster zu entspannen und zu genießen. Man geht raus in die Natur, hört den Vögeln beim Singen zu und am Ende des Tages – scheint minimalistisch zu leben, wie Urlaub jeden Tag. Trenn dich von den neusten Trends und der Konsumjagd und du wirst es selbst spüren!

 

Wenn du noch mehr über Minimalismus, Nachhaltigkeit, Zero Waste oder Tiny House wissen willst, dann bleib doch noch ein wenig und stöber auf simplesoul! Wir würden uns freuen, dich weiter inspirieren zu können!

 

Bildquelle: www.pexels.com