Minimalistisch Leben | Wo beginnt es und was ist es genau?

Minimalismus - Minimalistischer Lebensstil als Weg zur Einfachheit
Minimalistisch Leben – mit wenig haben, mehr sein. Minimalismus als alternativen Lebensweg.

Was hinter minimalistisch Leben steht ist erstmal der Begriff Minimalismus. Die erste Reaktion darauf ist oft fast schon negativ. Man verbindet Verzicht, Askese oder fast schon Mangel mit dem Wort. Dabei ist es ein Wandel zum Positiven auf dem Weg zum minimalistisch Leben! Weg vom Haben hin zum Sein. Es ist eine bewusste Entscheidung sich auf das wichtige im Leben zu konzentrieren. Hierbei ist das Wichtige die Beziehungen zu anderen Menschen sowie dem ausleben der eigenen Werte. Am Ende soll dein Leben nicht komplizierter werden nur zur Liebe der Umwelt zum Beispiel.

Auf das Wesentliche reduzieren bedeutet loslassen, vor allem vom Materialismus und frei sein. Aber nicht nur von materiellen Dingen wird hier Abstand gehalten, sondern auch von Verpflichtungen, Tätigkeiten und Beziehungen, die einem nicht guttun, um dein Stresslevel zu senken. Man lernt nein zu sagen und minimiert den Ballast, den man selbst für überflüssig empfindet. Für manche ist dies also ein Weg zur inneren und äußeren Gelassenheit.

Es ist eine Reduktion auf das was einen glücklich macht, was einem wirklich was bedeutet. Dafür muss man sich im ersten Schritt natürlich deutlich machen, was für einen essentiell ist. Man schafft sich Klarheit über das was einem umgibt und mistet aus. Dabei kann das loslassen sehr befreiend sein, weil man vorher gar nicht gemerkt hat, was einem beengte.

“Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann.” (Jean Guéhenno)

Fröhliche Weihnachten – oder doch nicht?

Gerade zur Weihnachtszeit wird wieder viel geschoppt, alle rennen gestresst von Laden zu Laden und untereinander wird wieder abgeschätzt wieviel die beschenkten Menschen einem wert sind. Am Ende bekommt man einen Haufen Geschenke, die man eigentlich nicht brauchte. Entweder werden diese dann zurückgebracht, was wieder Zeit stiehlt und stresst. Oder es verstaubt in einer Ecke, wobei es uns Platz nimmt, den wir zum Leben und Bewegen nutzen könnten.

Dabei wird doch immer wieder betont worum es eigentlich gehen sollte. Statt sich um materielle Gegenstände zu drehen, sollte es bei Weihnachten doch eigentlich um die Zeit mit den Lieben gehen, warum sonst wird es auch das Fest der Liebe genannt. Beim Minimalismus ist es so ähnlich, nur ist dieser Fokus nicht nur einmal im Jahr sondern dauerhaft das Ziel – sich auf das oder besser gesagt Diejenigen konzentrieren, die man schätz in seinem Leben zu haben.

Qualität vor Quantität

Der Durchschnittsdeutsche besitzt circa 10.000 Gegenstände, von Kleinigkeiten wie Kugelschreiber bis zum Auto. Doch wieviel bräuchte er dabei wirklich ist die Frage. Weiß der Deutsche überhaupt was er alles in seinen Schränken hat bei so vielen Sachen?  Durch weniger Konsum und Materialismus bekommt man also mehr Klarheit über das was man hat, braucht oder unnötigerweise besitzt. Sachen ausmisten, minimieren auf das maßgebliche, loslassen von Altlasten, verweigern von Neulasten ist die Divise für minimalistisch Leben. Man ist sich dessen bewusster auf einer Seite, aber spart dabei auch noch Zeit, Platz und Geld.

“Memento mori” “Bedenke, dass du sterben musst”

Also verschwende deine Zeit nicht mit Dingen, die es nicht wert sind.

Minimalistisch Leben für den guten Zweck?

Doch mit Minimalismus ist noch viel mehr zu verbinden als nur Zeit-, Geld- und Platzersparnis. Man tut etwas Gutes damit für die Umwelt. Zu einer minimalistischen Lebensweise gehört auch oft plastikfreier zu Leben. Das bedeutet einerseits man kauft insgesamt weniger ergo weniger Verpackungsmüll. Andererseits entscheidet man sich bewusst als Minimalist für die alternative Verpackung. Dies beginnt bereits bei dem alltäglichen Essenseinkauf, beispielsweise wenn man sich entscheiden kann zwischen dem Joghurt im Glas oder den Joghurt aus dem Plastikbecher.

Doch nicht nur weniger Müll wird produziert, wenn man minimalistisch lebt. Es zählt auch dazu auf ein Auto zu verzichten und auf Alternativen umzusteigen wie Car- oder Fahrradsharing oder noch besser öffentliche Verkehrsmittel, welche immer verstärkter auf Ökostrom setzen. Wobei die gesündeste Lösung natürlich zu Fuß gehen ist.

Weiterhin gibt es auch andere Methoden für das einfache Leben, zum Beispiel Menschen, die in Tiny Häusern wohnen neigen logischerweise automatisch dazu den Lebensstil eines Minimalisten zu führen. Denn hier heißt es auf engsten Raum möglichst alles was man braucht unter zu bringen. Man spart möglichst viel Platz wo es geht, um effektiver zu leben. Tiny Häuser sind oftmals nur 15 Quadratmeter. Bei so einem Tiny Home benötigt man natürlich einerseits Ordnung, aber ebenfalls ein Bewusstsein für das Nötige und Unnötige. Das gute bei der Sache ist auch hier die Umweltschonung. Kleinere Hausfläche, gleich weniger zubetonierte Naturboden.

Minimiert

Zusammenfassend kann man sagen, minimiere dein Lebensinhalt auf das was dich wirklich glücklich macht und sei glücklich.

Wenn du noch mehr über Minimalismus wissen willst, stöber doch ein wenig auf unserem Blog! Wir behandeln auch die Themen Zero Waste und Tiny House. Wenn du also schon immer wissen wolltest wie du einen Kompost richtig anlegst um nachhaltiger zu sein oder dich fragst warum manche sich für ein Tiny House entscheiden, dann bist du bei uns richtig!

 

Bildquelle: https://elements.envato.com/