Unverpackt einkaufen – ein How to-Guide | Zero Waste Guide

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Zero Waste Einkaufen –

Eine der am häufigsten auftauchenden Fragen, wenn es um den Zero Waste Lifestyle geht, ist ganz sicher wie und wo man ohne Verpackungen einkaufen kann. Hier findet ihr einen Guide, um am besten unverpackt einkaufen.

Zunächst: Wo kann man am besten unverpackt einkaufen?

Wie ihr euch schon denken könnt, sind Unverpackt-Läden natürlich ein Mekka was verpackungsfrei einkaufen geht. Doch auch wenn ihr in einer kleineren Stadt ohne Unverpackt-Läden wohnt, gibt es genug Möglichkeiten verpackungsarm oder sogar komplett Zero Waste zu leben.

Muss es also immer ein Unverpackt-Laden sein? Ich sage nein! So bekommt ihr oftmals eine tolle Auswahl an Seifen in unabhängigen Geschäften, die euch alles auch einfach in Papiertüten einpacken. Ebenso sind Verkäufer auf Bauern- oder Wochenmärkten oftmals offen dafür, Lebensmittel in mitgebrachte Packungen zu vertüten.

Selbst in gängigen Supermärkten findet ihr einiges an Obst und Gemüse ohne Plastik verpackt, wenn ihr nur danach sucht. Ein großes Manko an Edeka, Rewe und Co ist jedoch oftmals, dass die Lebensmittel mit einer großen Ladung Lebensmittelmeilen im Gepäck erst bei uns landen.

Wer zero waste gehen möchte und trotzdem stark auf das Geld achten muss, der könnte weiterhin zumindest was Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse angeht, bei den Supermarktketten fündig werden. Zwar nicht völlig ohne Verpackung, jedoch lediglich von Papier umgeben, könnt ihr dort ebenso Haferflocken, Zucker oder Mehl kaufen. Und die Auswahl an Nahrung in Gläsern ist dort ja auch fast grenzenlos 😉

Was muss ich zum Unverpacktladen mitnehmen?

Zero Waste sollte in erster Linie weniger Müll als Ziel haben. Deshalb teile ich die Einstellung von mindbodygreen, dass ein Umstieg nicht bedeuten sollte, dass man erst einmal seinen gesamten Haushalt nachhaltig ausstattet. Stattdessen gilt es, das bereits sich im Besitz befindende aufzubrauchen! Das gilt auch für das Equipment beim Einkaufen. Klar, zeigen Youtuber, die unverpackt einkaufen, dir stets das hipste Equipment, doch für den Anfang tuen es die alten Tupperboxen und ausgespülte Marmeladegläser auch!

Sollte sich eines Tages doch ein Mangel an Transportboxen bei euch auftuen (was tatsächlich gar nicht so unwahrscheinlich ist, wenn man erst Mal sämtliche trockenen Lebensmittel in Gläsern lagert), könnt ihr euch immer noch schicke Mason Jars und Glas-Frischeboxen zulegen.

Aufbrauchen statt einfach austauschen

Auch Obst- & Gemüsebeutel lohnt es sich schon nach kurzer Zeit zuzulegen. Doch für den Anfang tuen es auch die guten alten Jutebeutel von Oma. Habt ihr bei der Einkaufstour zu wenig Gläser mitgebracht, könnt ihr in Obst- und Gemüsenetze oftmals auch einfach Nüsse, ganze Getreidekörner oder getrocknete Früchte einpacken.

An sich kann man sich bereits vor dem ersten Einkauf darauf gefasst machen:

  • Ihr werdet einige Gläser zum Abfüllen von Trockenwaren (wie Nüsse, Haferflocken, Nudeln oder Granola) benötigen
  • einige Glasflaschen (für Shampoo, Öl, Essig)
  • Glasboxen (für Tofu/ Käse)
  • und noch mehr Beutel (für Gemüse & Obst, Brot,  ganze Nüsse)

Zero Waste-Anfängern würde ich außerdem empfehlen, bereits vor dem Einkauf ganz altmodisch einen Einkaufszettel zu schreiben. Denn im hip eingerichteten Laden werdet ihr sicherlich erst Mal das Gefühl bekommen, dass ihr gefühlt von allem etwas gebrauchen könnt. Doch seien wir mal ehrlich: nein, tut ihr nicht. Und bevor ihr zwei Jahre lang im hintersten Eck des Schranks ein Glas Haferkleie, gepoppte Hirse und Rundreiskörner in vier verschiedenen Farben stehen habt, haltet euch lieber an euren Zettel.

Behaltet im Hinterkopf beim Schreiben des Zettels bereits, was ihr auch auf Wochen- und Bauernmärkten oder auch Supermärkten unverpackt einkaufen könnt. So kaufe ich mittlerweile Milch mittlerweile frisch beim Bauer, wo sie vor meinen Augen in die mitgebrachte Flasche umgefüllt wird. Auch Brot kriegt man oftmals ohne stundenlangen Diskussionen ohne Plastiktüte, wenn man der Bäckereiverkäuferin einfach den mitgebrachten Jutebeutel überreicht.

Bereits in meinem Artikel über Nachhaltigkeit in der Küche habe ich euch berichtet, dass Brotwaren eine der am meisten im Fairteiler landenden Speisen sind. Von daher schaut vor der nächsten Einkaufstour beim nächstgelegenen Fairteiler vorbei! So kauft ihr wirklich nur das ein, was ihr tatsächlich benötigt. Gleichzeitig könnt ihr der Lebensmittelverschwendung entgegen wirken.

Bewusst kaufen

Ein Schritt des Zero Waste Einkaufens ist ebenso bewusster Konsum! Plastikfrei oder nicht, zu viel ist zu viel! Das gilt sowohl für Lebensmittel, als auch restliche Besitztümer. Zwar müsst ihr nicht gleich auf Minimalismus umsteigen, jedoch solltet ihr überdenken, was ihr zum Leben wirklich benötigt!

Mittlerweile gibt es viele Facebook-Gruppen, die euch beim Zero Waste Lebensstil unterstützen.

Bereits in vergangenen Blogposts habe ich euch einige Male zum Leihen statt Kaufen geraten. Denn oftmals kaufen wir Dinge aus dem Moment, der Situation oder einem kurzfristigen Drang heraus ein. Ob man tatsächlich ein neues Gadget benötigt, findet man häufig heraus, wenn man mit mit der tatsächlich Anschaffung wartet. Leiht man es stattdessen von Bekannten erst Mal aus und ist danach immer noch begeistert oder möchte es selbst nach Monaten noch unbedingt besitzen, dann könnte sich ein Kauf tatsächlich lohnen.

Sollte Leihen für euch auch keine Option sein, so versucht Neuanschaffungen direkt fair oder Secondhand zu tätigen! In diesem Artikel stelle ich euch tolle Plattformen vor, wo ihr nachhaltig und Secondhand einkaufen könnt.