Vor- und Nachteile von Vegan Zero Waste-Lebensstils

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Vegan Zero Waste. Ja, da denken sich bereits viele: “Kann man sich das Leben noch schwerer machen?” Doch je mehr ich mich mit der Thematik eines minimaoistischen, bewussten Lebensstils beschäftigte, desto mehr wurde mir klar, hinter was für einem Konsumverhalten ich stehen kann. Ich möchte mein Leben mit Überzeugungen füllen. Bist du dir also bewusst darüber, dass etwas falsch ist, dann fang an es zu ändern!

Versteck dich nicht länger hinter dem Mainstream, sondern überdenke was du kaufst, konsumierst und lebst!

Gründe für den Vegan Zero Waste Lebensstil

Sicherlich gibt es einige offensichtliche Vorteile beider Lebensstile. Während verpackungsfreies Einkaufen Mengen an Müll reduziert, hilft eine vegane Ernährung enorm, um die Umwelt zu schützen. So ist ein hoher Fleischkonsum einer der größten Verursacher für Treibhausgase. Eine Studie der FAO, der Lebensmittel- und Ernährungsorganisation der UN, kam zu dem Ergebnis, dass die Viehhaltung für 14,5 % aller globalen Treibhausgase verantwortlich ist. So würde beispielsweise das Reduzieren des Fleischkonsums in Deutschland um 25% die 16fache Wirkung haben, als eine Millionen Autos auf Elektroautos.

Von vielen Nichtveganern hört man stets die Debatte um Soja. Dass sie ja mehr Tofu essen würden, wenn nicht der Regenwald wegen Soja abgeholzt werden würde. Was vielen dabei jedoch nicht bewusst ist: 70 Prozent des Sojaanbaus gehen als Futtermittel für die Fleischproduktion drauf. Die Nutztierhaltung fördert außerdem die Abholzung des Regenwaldes: Von diesem wird im Amazonasgebiet 80 % für den Futtermittelanbau gerodet. So werden von den 80% des aus Südamerika nach Deutschland importierten Sojas tatsächlich nur 2 % für die Produktion von Tofu, Seitan & Co verwendet. Der Rest wird als Futtermittel für die Massentierhaltung verwendet. Wer ist hier also wirklich für die Regenwaldabholzung verantwortlich?

Aufwachen statt Wegschauen!

Doch bei Regenholz und Treibhausgasen hört es nicht auf! Hinzu kommt, dass das Grundwasser durch die Massentierhaltung leidet. Die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Produkten selbst verbraucht nicht nur sehr viel Wasser, die Massen an Tierexkrementen verschmutzen auch noch das Grundwasser. Für nur ein Kilogramm Rindfleisch werden über 15.000 Liter Wasser benötigt. Zum Vergleich: Ein Kilogramm Karotten trägt “nur” 100 Liter virtuelles Wasser mit sich.

Der Konsum von Fleisch und anderen tierischen Nahrungsmittel führt zu einem verschwenderischen Konsum über Umweg. Denn nur 10% der Nährstoffe, die an das Tier verfüttert werden, können Menschen in Form von Fleisch oder anderen tierischen Produkten wieder daraus aufnehmen.

Die bisher genannten Gründe sollten euch bereits zum Überdenken eures Konsums von Fleisch- und Milchprodukten Anstoß geben. Allerdings könnt ihr durch verpackungsfreies Einkaufen der Umwelt noch viel mehr helfen!

Im Schnitt benötigen auf Müllhalden abgelagerte Abfälle 20 Jahre zum Zersetzen. – Vorausgesetzt, sie wurden richtig getrennt! – Denn viele Abfälle, wie beispielsweise PET-Flaschen können sich auch nach 500 Jahren nicht selbst verwerten! Das Resultat? Ein in Plastik versinkender Planet! Schon in 50 Jahren soll Experten zufolge mehr Plastik im Ozean schwimmen, als tatsächlich lebende Fische. Zeit also zum Aufwachen statt Wegschauen!

Vorteile von Vegan Zero Waste

Man spart Geld. Das mag für viele nicht offensichtlich sein, besonders wenn sie das erste Mal in einem Unverpackt-Laden stehen, doch vegan zero waste bedeutet auch bewussten Konsum. Man konsumiert also weniger wahllos, ohne zu denken und kauft dadurch eben auch weniger ein. Setzt man auf nachhaltige Produkte, sind sie oftmals eben auch langlebiger. So hat der Topf, die Soap Bar oder der Rasierhobel anfangs vielleicht etwas mehr gekostet, zahlt sich jedoch mit jeder Benutzung aus! Einweg statt Mehrweg ist der Schlüssel! So kaufe ich weniger, hochwertiger oder oftmals auch Secondhand ein und spare dadurch im Jahr bestimmt einige hundert Euro.

Ich schätze meinen Besitz mehr.  Das klingt erst Mal super idealistisch! Aber denkt mal darüber nach! Das eine Paar Sneaker, die Umhängetasche oder dieser eine Geldbeutel ist doch meistens zum Lieblingsteil geworden, weil er für uns eine ganz besondere Bedeutung hat. Vielleicht hat man sich in das Design auf Anhieb verliebt. Oder man hat den Geldbeutel in dieser einen kleinen Boutique in Nizza in den Sommerferien gekauft. Oder weil die Tasche einem einst von der verstorbenen Großtante geschenkt wurde.

Heute kaufe ich mir Sachen einfach bewusster. Denke über den Kauf eher nach, statt einfach alles zu kaufen, dass mir gefällt. Überlegt euch das nächste Mal vor dem Gang zur Kasse, ob ihr das Objekt jetzt einfach haben wollt oder es tatsächlich braucht!

Wie viel in deinem Haushalt, brauchst du eigentlich gar nicht?

Mein Besitz heute ist sehr viel übersichtlicher, ja schon fast dem Minimalismus ähnlich. Heute versuche ich mich nicht an einer Zahl von Besitztümern festzuhalten, sondern mich einfach meines Besitzes bewusst zu machen. Benötige oder gefällt mir etwas nicht mehr? Dann kann es garantiert in einem Secondhand-Shop einen besseren Besitzer finden!

Man lernt Kochen – no joke! Die erste Reaktion vieler Nicht-Veganer ist auch heute noch, was man denn überhaupt noch essen kann, so als Veganer. Nun, einiges! Diese Erkenntnis kommt einem natürlich nicht über Nacht, sondern stattdessen durch Studieren vieler Food Blogs und Rezepteforen. Ich habe viele neue Rezepte ausprobiert, oftmals mit Zutaten, die ich als Kind niiiemals freiwillig gegessen hätte, doch lohnt sich das Leben nicht genau für diese neuen Erfahrungen?

Nachteile eines veganen Zero Waste Lebensstils

Jedem werden wahrscheinlich andere Nachteile auffallen, wenn sie versuchen vegan zero waste zu leben. Im Großen und Ganzen fühle ich mich mit dem Lebensstil unheimlich wohl, doch natürlich fallen auch mir manchmal einige Dinge schwer.

Ja, es ist umständlicher. Das liegt zuletzt jedoch auch daran, dass die Bewegung noch so klein ist! Oftmals müssen Pflanzenmilch, Joghurt und Süßigkeiten selbst hergestellt werden. Einkaufen kann man oft nur in ganz bestimmten Geschäften und unterwegs unvorbereitet etwas zu Essen zu finden, wird zur Herausforderung.

Akzeptanz. Die ist besonders in Kleinständen und ländlichen Gegenden tatsächlich noch nicht wirklich vorhanden. Besonders bei alten Freunden oder Familie treffe ich durchaus auf Unverständnis und Kritik. Allerdings halte ich es mittlerweile wie bei Politik oder Religion: wenn man über meinen Standpunkt mehr wissen möchte, erzähle ich gerne, doch ich versuche niemanden dazu zu konvertieren. Vegan zero waste bedeutet durchaus Veränderung fürs Leben, damit man diese in Kauf nimmt, benötigt man einfach intrinsische Motivation.

Ohne Plastik ist es teurer. Gerade wenn man versucht Lebensmittel einfach in haltbaren Verpackungen statt Tetrapack oder Dosen zu kaufen, muss man oft zu teureren Alternativen greifen. Auch kann es vorkommen, dass man Lebensmittel gar nicht oder nur von einem Anbieter bekommt.

Habt ihr von dem Zero Waste Lebensstil und Ideen, wie ihr Lebensmittel nachhaltig verwenden könnt noch nicht genug bekommen? Auf unserem Instagram-Kanal versorgen wir euch regelmäßig mit News und inspirierenden Beiträgen zum Thema Minimalismus und nachhaltiges Leben. Weitere Beiträge zum Thema Zero Waste findet ihr auch in unserer Rubrik.